Donnerstag, September 09, 2010
   
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Main Ridge Forest Reserve

Main Ridge Forest Reserve

Die Sonne sucht sich ihren Weg durch das dichte, schattige Blattdickicht hindurch – weit abseits von Siedlungen. Feuchte Luft erschwert das Atmen. Vorbei an Wasserfällen führt der weiche Waldboden-Pfad auf Blättern durch die üppige Vegetation und zwischen großen Bambushainen hindurch. Es ist deutlich kühler, als außerhalb des Waldes. Kolibris schwirren zwischen Bougainvilleablüten und Bromelienblüten hin und her. Zwei Papageien streiten sich lautstark um eine Papaya. Ein verschrecktes Opossum kreuzt den Weg.
Durch das Innere Tobagos erstreckt sich auf etwa 29 Kilometern und damit über etwa zwei Drittel der Länge der Insel, ein Gebirgsrücken, dessen höchste Erhebung mit 549 Metern über dem Meeresspiegel der „Pigeon Peak“ ist. Hänge des Gebirgsrückens sind mit tropischem Regenwald überzogen. Der Regenwald Tobagos, das "Main Ridge Forest Reserve", wurde bereits 1776 unter Schutz gestellt und ist somit das älteste Naturschutzgebiet der westlichen Hemisphäre. Zuletzt wurde das Reservat bei den World Travel Awards im Jahr 2006 zur „Weltbesten Öko-Tourismus Destination“ gewählt. Das Waldschutzgebiet Tobago bietet ausgezeichnete Möglichkeiten zur Beobachtung von Vögeln, und es ist nicht ungewöhnlich, hier Papageien, Kolibris, Motmots, Cocoricos, Spechte und andere Vögel sowohl zu hören als auch zu sehen. Im Main Ridge Forest Reserve findet der Besucher viele Pflanzenarten, die es auch im Amazonasbecken gibt. Dies liegt an der geographischen Vergangenheit der beiden Schwesterinseln, denn erst als gegen Ende der letzten Eiszeit durch das Abschmelzen der Gletscher, der Meeresspiegel anstieg, wurden Trinidad und Tobago zu Inseln. Die bis dahin bestehende Landbrücke nach Südamerika wurde durch das ansteigende Meer überflutet.
Der am besten markierte und am einfachsten zu findende Weg durch das Reservat ist der Gilpin Pfad – der „Gilpin Trace“. Er startet von der Roxborough-Parlatuvier Straße aus – der Eingang wird eindeutig von einem Straßenschild markiert. Ein eigens gebuchter Führer, der den Besucher in die Geheimnisse des Regenwaldes einweiht, ist besonders wichtig, um die Einzigartigkeit des Dschungels für spätere Generationen zu erhalten und zu sichern. Der Gilpin Pfad beginnt in den Bergen und führt den Regenwald-Besucher bergab an einem kleinen Wasserfall vorbei zur Bloody Bay. Die Wanderung ist recht lang, weswegen es eine gute Idee ist einen Abholservice vom Bloody Bay Dorf aus zu organisieren.

 Unser Tip

Die Roxborough Parlatuvier Road, die von Roxborough aus quer durch die Insel zur Bloody Bay führt, ist zwar relativ schmal und kurvenreich jedoch neu asphaltiert. Daher gehört sie zu den besten Straßen der Insel. Nach Dreivierteln des Weges erreicht man eine Waldhütte am Straßenrand, von der aus man einen malerischen Blick über die Bloody Bay sowie den Brothers und Sisters Rock vor der Küste hat. Auf dieser Straße kann man eine schöne, dreißigminütige Fahrt durch unberührten Dschungel abseits menschlicher Siedlungen sowie herrliche Ausblicke über die Täler und Berge genießen. Die Fahrt führt an Tobago´s "Main Ridge Forest Reserve". Von der Hauptstraße zweigen eine Reihe von Pfaden ab, auf denen man einen Abstecher in das älteste Naturschutzgebiet der westlichen Hemisphäre unternehmen kann. Von hier aus sind es nur noch 5 Min. hinunter zur Bloody Bay, die ihren Namen einer erbitterten Schlacht zwischen Niederländern, Franzosen und Briten im 17. Jh. verdankt.
Wenn man die Bloody Bay erreicht hat, ist es rund eine Stunde Fahrt in Richtung Süden bis nach Plymouth.
Auf dem Weg dorthin kommt man an einer Reihe von schönen Stränden vorbei und durchquert Dörfer, in denen Kinder auf der Straße Kricket spielen. Gleich westlich der Bloody Bay liegt Parlatuvier, ein winziger Fischerort an einer ausgesprochen schönen, runden Bucht. Etwas weiter im Süden liegt Castara, ein hübsches Dorf an einer Bucht mit gutem Badestrand unmittelbar im Ort.

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