Mittwoch, September 08, 2010
   
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Geschichte

Wie Trinidad & Tobago zu ihren Namen kamen…
 
Am 31. Juli 1498 entdeckte Kolumbus mit seiner Mannschaft auf seiner dritten Reise die Südostküste einer großen Insel, der er den Namen Trinidad (Dreieinigkeit) gibt. Bis heute ranken sich zahlreiche Legenden um die Frage, warum der Entdecker diesen Namen wählte: Die Mehrzahl der Autoren vermutet, dass Kolumbus aus christlicher Dankbarkeit seinen Bezug zum Feiertag der Dreifaltigkeit verewigen wollte, andere meinen, dass er von seinem Schiff am Horizont zuerst die drei Erhebungen zwischen Galeota Point und Moruga (heute: The three sisters) an der südlichen Küste erblickt und deshalb den Namen Trinidad gewählt habe. Kolumbus segelte in den darauf folgenden Tagen entlang der Südküste und ging in Moruga an Land. Hier stieß er auf die nicht gerade gastfreundlichen Kariben. Damals lebten auf der Insel Stämme der Arawaks, die wahrscheinlich aus Südamerika eingewandert waren.  Anschließend erkundete er den Gulf of Paria, segelte entlang der West- und Nordwestküste und verließ am 14. August wieder die Region.
 
In seinen Aufzeichnungen hält er für König Ferdinand und Königin Isabella von Spanien seine Eindrücke von der neuentdeckten Insel Trinidad fest: „Wir trafen auf Häuser und Menschen und üppiges, fruchtbares Land; Land so schön und grün wie die Gärten Valencias im Monat März.“ Wahrscheinlich entdeckte Kolumbus am 13. August 1498 auch Tobago, als er von Trinidad aus kommend in Richtung Norden segelte. Als sicher gilt aber nur, dass er sie dabei nicht betreten hat. Auf ihn soll auch die Namensbezeichnung „Bella Forma“ zurückgehen, die sich aber nicht durchsetzen konnte. Die Einwohner der Insel, die Kariben, nannten die Insel ursprünglich „Tabaco“ (Tabak), nach den langstieligen Pfeifen, in denen sie das rauchten, was wir heute Tabak nennen. Daraus leitete sich im Laufe der Jahrhunderte der heutige Name Tobago ab.
 
1530 gründeten die Spanier José de Oruna, das heutige St. Joseph, das als Sprungbrett für die Abenteurer diente, die in Südamerika das Goldland El Dorado suchten. Als Sir Walter Raleigh 1595 nach José de Oruna kam, brannte er die spanische Kolonie nieder und kalfaterte sein Schiff mit dem Asphalt des Pitch Lake. Die Spanier bauten den Ort zwar wieder auf, doch als eine Pockenepidemie zahlreiche Opfer unter der indianischen Bevölkerung forderte, errichteten sie an der nahegelegenen Nordwestküste Port of Spain als neue Hauptstadt. Seit Beginn des 17. Jh. wurden afrikanische Sklaven für die Plantagen auf die Inseln gebracht, doch erst im 18. Jh. erreichte der Sklavenhandel seinen Höhepunkt. Als es auch Landzuteilungen für nicht-spanische Katholiken gab, wanderten zahlreiche Franzosen sowie Holländer und Letten ein.
 
Im Verlauf ihrer gesamten frühen Geschichte waren die Inseln ein Zankapfel zwischen Spanien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden. 1797 eroberte Sir Ralph Abercromby Trinidad für England, und Anfang des 19. Jh. erwarben die Briten Tobago, das sie jedoch erst 1889 mit Trinidad zu einer einzigen Kolonie zusammenschlossen. Nachdem 1834 die Sklaverei abgeschafft worden war, warb man Einwanderer aus aller Welt an, um gegen den Arbeitskräftemangel aufzukommen. Vor allem aus Indien kamen zahlreiche Kontraktarbeiter, die sich später fest auf den Inseln ansiedelten; man verzeichnete sogar eine Einwanderungswelle freier Afrikaner. Im Jahr 1962 wurden Trinidad & Tobago ein unabhängiger Staat im Commonwealth und seit 1976 bilden sie eine präsidiale Republik.

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