Mittwoch, März 10, 2010
   
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Geschichte

Als Kolumbus die Inseln 1498 entdeckte, ging er in der Nähe des heutigen Moruga an der Südküste Trinidads an Land. Damals lebten auf der Insel Stämme der Arawaks, die wahrscheinlich aus Südamerika eingewandert waren. 1530 gründeten die Spanier José de Oruna, das heutige St. Joseph, das als Sprungbrett für die Abenteurer diente, die in Südamerika das Goldland El Dorado suchten.
 
Als Sir Walter Raleigh 1595 nach José de Oruna kam, brannte er die spanische Kolonie nieder und kalfaterte sein Schiff mit dem Asphalt des Pitch Lake. Die Spanier bauten den Ort zwar wieder auf, doch als eine Pockenepidemie zahlreiche Opfer unter der indianischen Bevölkerung forderte, errichteten sie an der nahegelegenen Nordwestküste Port of Spain als neue Hauptstadt. Seit Beginn des 17. Jh. wurden afrikanische Sklaven für die Plantagen auf die Inseln gebracht, doch erst im 18. Jh. erreichte der Sklavenhandel seinen Höhepunkt. Als es auch Landzuteilungen für nicht-spanische Katholiken gab, wanderten zahlreiche Franzosen sowie Holländer und Letten ein.    
 
 
 
Im Verlauf ihrer gesamten frühen Geschichte waren die Inseln ein Zankapfel zwischen Spanien, Frankreich, Großbritannien und den Niederlanden.
 
1797 eroberte Sir Ralph Abercromby Trinidad für England, und Anfang des 19. Jh. erwarben die Briten Tobago, das sie jedoch erst 1889 mit Trinidad zu einer einzigen Kolonie zusammenschlossen. Nachdem 1834 die Sklaverei abgeschafft worden war, warb man Einwanderer aus aller Welt an, um gegen den Arbeitskräftemangel aufzukommen. Vor allem aus Indien kamen zahlreiche Kontraktarbeiter, die sich später fest auf den Inseln ansiedelten; man verzeichnete sogar eine Einwanderungswelle freier Afrikaner. Im Jahr 1962 wurden Trinidad & Tobago, dessen Name sich übrigens von 'tobacco' (Tabak) ableiten soll, den die indianischen Ureinwohner dort anbauten, ein unabhängiger Staat im Commonwealth, und seit 1976 bilden sie eine präsidiale Republik.

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